[Travel] KAT Walk durch die Kitzbüheler Alpen – Etappe 1: Wandern für Anfänger

Im Apirl bekam ich eine tolle Nachricht. Ich wurde ausgewählt als Tirol-Botschafterin den KAT Walk durch die Kitzbüheler Alpen wandern zu dürfen. Zusammen mit zwei anderen Bloggerinnen. Ich war wirklich überrascht, denn ich habe nun wirklich keinen Travel Blog. Aber genau darum ging es den Verantwortlichen. Sie wollten Persönlichkeiten, die mit Herz die Alpen erkunden. Jeder auf seine Art und Weise! Mein Ansatz war natürlich klar! Ich liebe Tirol und ich liebe Turnen! Also was gibt es besseres als die Alpen turnerisch zu erkunden?

Was ist der KAT Walk überhaupt?

KAT ist die Abkürzung für Kitzbüheler Alpen Trail, und KATwalk umschreibt einfach einen Weitwanderweg durch die Kitzbüheler Alpen. Der KAT Walk führt euch auf insgesamt 6 Etappen durch die Tiroler Alpen. Jeden Tag einige Höhenmeter bergauf und auch Bergab. Die einzelnen Etappen sind zwischen 15,5 und 19 km lang. Gebucht werden kann der KATwalk entweder für die Etappen 1-3, wie ich ihn zusammen mit den anderen beiden Bloggerinnen gewandert bin, für 259 € p.P., die Etappen 4-6 für 299 € p.P oder alle 6 Etappen für 499 € p.P.

Die Preise zählen für den KAT Walk Alpine. Die Touren sind an sich nicht geführt. Möchte man einen die Touren geführt laufen, kostet das nochmal mehr. Außerdem gibt es entgegen der Alpinen Variante auch eine Kompakte Variante, bei der dann auch als Abkürzung mal die Bergbahnen nutzen kann und statt 6 nur 5 Etappen läuft.

Das tolle am KAT Walk ist, dass man den Gepäcktransfer von den Unterkünften mit bucht. Somit kann man sich auf der Wanderung auf seinen Tagesbedarf beschränken und muss nicht noch das Gepäck mitschleppen.

Weitwandern für Anfänger

Für mich persönlich war es die erste Weitwander-Tour! Ich bin bis vor zwei, drei Jahren ein totaler Wandermuffel gewesen. Inzwischen geht es. Aber bisher war ich auch maximal 2-3 Stunden wandern am Tag. Zur Vorbereitung konnte ich dann eine 15 km lange Wanderung um den Edersee in Kassel machen, wo ich dachte es wäre eine gute Übung. Aber da habe ich falsch gelegen. Deswegen möchte ich euch jetzt ein paar Tipps mit an die Hand geben, die ich auf meiner ersten Weitwandertour bekommen habe!

Das richtige Schuhwerk!

Wanderschuhe sollten bequem und keinesfalls zu klein sein. Optimalerweise kauft man sie eine Nummer größer. –> Mein erster Fehler, ich habe sie passend gekauft und es war die Hölle! Dann solltet ihr darauf achten auch ordentliche Wandersocken zu besitzen. Diese sind zwar etwas dicker, verfügen optimalerweise aber noch über eine dünne Baumwollinnensocke, die den Fuß vor Reibung schützt. Ansonsten kann man auch unter seine Socken dünne Baumwollsöckchen anziehen, das hilft ebenso als Vorbeugung gegen Blasen!

Der richtige Rucksack!

Auch der Rucksack ist wichtig. Wir hatten freundlicher weise im Vorfeld schon einen Wanderrucksack zugeschickt bekommen. Und der ist wirklich Gold wert. Achtet darauf, dass euer Rucksack groß genug ist für sämtliches Proviant und Zubehör, welches ihr für Wanderungen benötigt. In meinem Fall hatte ich täglich dabei: Regenjacke, Fleecejacke, ausreichend Essen und Trinken (mind. 1,5 l am Tag), Sonnenschutz, ein kleines Handtuch, mein Thermalspray, eine Wanderkarte, Sonnenbrille, meine kleine Reiseapotheke und ein kleines Erste Hilfe Set mit Pflaster, Blasenpflastern etc. Wer auch schöne Erinnerungen an seine Wandertour möchte, sollte auch an eine Kamera denken. Meine Bilder für die Beiträge sind alle entweder mit dem Handy (LG G5), mit meiner Digicam (Nikon Coolpix s3500) oder meiner ActionCam von CamKong entstanden.  Man braucht also keine Spiegelreflex, wenn man nur ein paar schöne Bilder und keine Mega-Aufnahmen möchte!

Die richtige Vorbereitung!

Auch die Vorbereitung auf die Wanderung ist wichtig. Habt ihr alle Utensilien zusammen oder müsst ihr noch etwas kaufen? Ich in meinem Fall habe noch einen Fleece, eine Regenjacke und Wanderschuhe gebraucht. Die habe ich im Vorfeld natürlich kaufen müssen. Dann zu der materiellen Vorbereitung kommt natürlich auch die konditionelle Vorbereitung. Ich dachte wirklich meine 15 km Wanderung am Edersee reicht aus. Aber man unterschätzt die Alpen. Es ist unglaublich anstrengend entweder nur bergauf oder bergab zu laufen. Geraden zum Ausruhen gibt es nur auf den wenigsten Routen. Ich persönlich habe durch mein Turntraining, was ich im letzten Jahr wieder aufgenommen habe, ordentlich profitiert. Ohne das wäre ich allerdings gestorben, denke ich. Also bereitet euch definitiv gut auf so eine Weitwanderung vor!

Der Kat Walk – Anreise nach Hopfgarten im Brixental

Gestartet ist unsere Tour in Hopfgarten im Brixental. Tag 1 ging also für die Anreise drauf. Ich persönlich bin mit dem Auto angereist und das war problemlos. Keine 100 m vom Gasthof Taube, in dem wir übernachtet haben, war ein kostenloser Parkplatz an dem ich das Auto stehen lassen konnte. Dank der Kurkarte, die wir in den Unterkünften bekommen haben, die gleichzeitig auch als Zugticket gilt kam ich dann am Abreisetag auch problemlos zurück an mein Auto. Der Parkplatz ist auch nur ca. 5 Gehminuten vom Bahnhof entfernt!

Angekommen im Gasthof Taube, habe ich zunächst mein Zimmer bezogen und mir dann mal Hopfgarten angeschaut. Außerdem habe ich mir noch etwas zu trinken und Naschen für die Wanderungen gekauft. Abends hatten wir dann einen Kennenlern-Abend, bei dem wir von ein paar Verantwortlichen der Kitzbüheler Alpen und des Tiroler Tourismusverbandes begrüßt wurden. Außerdem haben wir Bloggerinnen uns dort zum ersten Mal getroffen und konnten uns schon ein wenig kennenlernen. Mit mir waren unterwegs Lisa von Imprintmytravel und Ann-Kathrin von My happy Blog. Nach einem 3-Gänge-Menü ging es für mich ins Bett, denn wir wollten am nächsten Morgen früh aufbrechen.

KAT Walk Etappe 1 – Tradition verbindet

Die erste Etappe des KAT Walks ist 17,5 km lang. Man überwindet ca. 800 Höhenmeter, die man bergauf geht und ca. 650 Höhenmeter bergab. Als Gehzeit werden ca. 5 Stunden angegeben.

Man startet direkt in Hopfgarten und läuft bis nach Kelchsau. Direkt in Hopfgarten startet der KAT Walk mit einem kleinen Anstieg, der es Inne hat. Hat man diesen überwunden, führt der Weg zunächst eine lange Zeit über Forstwege und Straßen durch die kleinen Orte Penningdörfl und Penningberg. Eine wunderschöne Kulisse bietet der Weg durch die ganzen traditionellen Bauernhöfe und Holzhüttchen, die man überall unterwegs passiert. Um zum höchsten Punkt der Etappe zu gelangen, der Haagalm, geht es dann nochmal einige Zeit über Forstwege bergauf. Das zieht sich ein ganzes Stück. Wir hatten jedoch Glück, dass auf der Kühbrandalm ein Seniorenausflug war und wir uns dort ein kühles Getränk bestellen durften. Diese Alm hat leider aber nur zu Seniorenausflügen geöffnet. Fälschlicher Weise sind wir anfangs davon ausgegangen, dass es sich bereits um die Haagalm handelt. Also sind wir weiter bergauf marschiert und haben uns gewundert, wann es denn jetzt bergab geht. Nach einer Mittagspause auf Baumstämmen mit dem Blick ins Brixental haben wir nach kurzer Zeit die Haagalm endlich erreicht.

Diese hat leider nur am Wochenende geöffnet, stellt aber Bier, Radler und Almdudler in einem Trog zur Verfügung. Die Getränke zahlt man dann über eine Kasse in der Wand der Alm. Es ist schön zu sehen, dass es noch Orte gibt, bei denen man auf Vertrauensbasis Getränke bekommt! Von der Haagalm sieht man dann auch die Hohe Salve und dahinter den Wilden Kaiser. Wäre es nicht so diesig gewesen, hätte ich das auch besser auf die Bilder bekommen. Auf dem Spagatbild kann man jedoch beide Berge einigermaßen erkennen. Von nun an ging es wirklich nur noch bergab. Und zwar mitten durch ein Skigebiet bis nach Kelchsau. Das hat mich wirklich sehr gefreut, denn ich liebe Skigebiete sowohl im Sommer als auch Winter. Diese Skilift Hütten im Sommer haben irgendwie etwas magisches, finde ich.

Nach knapp 7 Stunden inkl. Pausen und Fotopausen sind wir dann in Kelchsau angekommen und konnten unsere Zimmer im Fuchswirt beziehen. Ein ziemlich Uriger Gasthof in einem kleinen Ort, in dem es gerade einen kleinen Supermarkt und eine Bank gab. Auch dort gab es am Abend dann ein 3-Gänge-Menü! Anschließend ging es für mich direkt ins Bett, denn ich war ganz schön geschlaucht und meine Füße waren voller Blasen!

Die Etappen 2 und 3 werde ich euch in separaten Beiträgen vorstellen, da es sonst den Rahmen sprengen würde.

Allerliebst

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*Vielen Dank an den Kitzbüheler Alpen Tourismus und Visit Tirol, die die Reise für mich ermöglicht haben!

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