Mein Leben als Kinder-Skilehrerin

Beauty and the beam | Mein Leben als Kinder-Skilehrerin 2

Halli Hallöchen ihr Lieben,

es haben doch einige von euch Interesse an meiner Zeit als Kinder-Skilehrerin gezeigt. Daher werde ich euch mal ein bisschen etwas dazu erzählen. Wie es dazu kam, warum ich es mache, was man machen muss, Vorraussetzungen, etc. Dieses Thema scheint für viele von euch doch interessant zu sein. Gerne kann ich später auch mal einen Post verfassen über meine Zeit als Trainerin von diversen Turngruppen, falls es euch auch interessiert.

Aber nun erstmal zu meiner Zeit als Kinder-Skilehrerin:

Wie es begann:
Da ich nach meinem Freiwilligen Sozialen Jahr kein Studienplatz bekommen habe, musste ich mir wohl oder Übel etwas suchen zum Zeit überbrücken. Ich hatte 2 Monate als verkäuferin gejobbt, doch Spaß gemacht hat es mir nicht wirklich. Also wieder gekündigt! Nun war eine Entscheidung gefallen. Ich möchte mein Geld im Ausland verdienen, am liebsten mit Kindern. Kurzfirstig eine Stelle als Au Pair zu bekommen hat sich allerdings doch als ziemlich schwierig herrausgestellt. Als wir dann im Ski Urlaub waren und der Schischulleiter meiner Mum erzählte, dass ihm Schilehrer fehlen, war die Entscheidung für mich gefallen.
Also bin ich zu ihm ins Büro, habe ihn darauf angesprochen und durfte 2 Wochen später dort anfangen. Toll, oder?

Warum?
Ich fahre Ski seit ich drei Jahre alt bin. Seit dem waren wir mindestens ein mal im Jahr im Ski Urlaub. Immer im gleichen Schigebiet! Ich kannte es schon. Ich habe Kinderturnstunde gehalten. Ich hatte zwar keine Ausbildung und nichts, aber ich habe ja selbst einmal Ski Fahren gelernt. Und man kann sich doch noch an ziemlich viele Übungen erinnern.

Was genau ist zu tun?
Anfangen tut man bei uns im Skigebiet als Skilehrer immer bei den Kleinkindern am Zauberteppich. Das kann man sich so vorstellen, ein Hand von 2 Meter Länge der dabei vielleicht 1/2 – 1 Meter in die Tiefe geht. Also geht es im Prinzip fast gerade aus für die Kinder und nur gaaanz leicht bergab. Dort steht ein Skilehrer oben, stellt die Kinder richtig hin und schiebt sie an, und einer steht unten fängt die Kinder auf, stellt sie auf den Zauberteppich(Fließband) auf dem die Kinder wieder nach oben kommen. Das kann ziemlich anstrengend sein, wenn man bedenkt, dass die Kinder nicht mal 5 Jahre alt sind.

Denn die über 5 Jährigen werden aufgeteilt in Gruppenkurse: Anfänger und Fortgeschrittene. Auch die Fortgeschrittenen werden nach Können aufgeteilt. Anfänger sind immer zusammen und werden sobald sie bremsen können in Gruppen aufgeteilt. Mit den Gruppen macht man dann Übungen und je nach Können, versucht man ihnen mehr beizubringen. Und wenn es nur die Sicherheit im Fahren ist.

Der Alltag als Skilehrerin:
Eigentlich ist der Alltag ziemlich gediegen. Die Ski Kurse gehen von 10-12 Uhr am Vormittag und halb 2-halb 4 Uhr am Nachmittag. Dazwischen Mittagspause. Die Kleinkinderkurse sind meist nur am Vormittag. Nachmittags kann man dann, wenn man keinen Privatkurs hat selbst fahren. Unterkunft und Skipass bekomme ich gestellt. Mittagessen bekommen wir vergünstigt. Wir müssen jeden morgen um halb 10 spätestens vor Ort sein um alles aufbauen zu können etc. Außerdem muss einer Maskottchen machen und die Kinder aufwärmen mit 2 Tänzen. Diese Angelegenheit ist normalerweise Aufgabe derjenigen die die Kleinkindergruppe haben. Mich hat es in diesem Jahr 2 Mal getroffen. Also Mona als Maskottchen!

Schilehrerin (3)

In der Mittagspause und vor den Kursen liegen wir bei gutem Wetter draußen vor der Skischule in der Sonne. Das ist wirklich angenehm! Ein Traum von Leben! Danach geht es meistens direkt runter in die Wohnung, duschen, essen, ausruhen. Samstags haben wir im Normalfall frei, außer wir haben Privatkurs. Das bekommen wir allerdings bis Freitags Abends gesagt.

Was macht man in seiner Freizeit?
Ganz einfach, chillen, feiern. Alles was Spaß macht. Ausruhen muss man sich wohl, wenn man den ganzen Tag an der frischen Luft ist, und Skifahren kann ganz schön anstrengend sein. Vor allem, wenn man Anfängergruppen hat. Apres Ski kennen bestimmt auch die Nicht-Skifahrer unter euch. Das sagt ja auch schon alles.

Jeden Dienstag Abend haben wir Ski Show. Dort fahre ich im Normalfall mit, leider nur bei der Abschlussfahrt, wenn alle Schilehrer möglichst synchron die Piste runter fahren. Danach gibts immer eine After Show Party in einer Alm auf der Piste. Anschließend geht es dann mit Rodeln auf die Rodelbahn und auf gehts. Das ist immer eine Gaudi. Mit den andern Schilehrern zusammen. Es werden Rennen gefahren, sich gegenseitig umgeworfen und alles was gut gelaunte Skilehrer nicht sonst so alles treiben. Danach geht es noch in eine bar im Dorf. Und dort wird gefeiert bis in die Morgenstunden.

Schilehrerin (4)

An den restlichen Abenden  muss man sich alleine beschäftigen. Ab und zu treffen wir Skilehrer uns Abends und gehen gemeinsam aus. Da das nächste Skigebiet schon ein Party-Gebiet ist haben wir auch Discos in der Nähe. Langweilig wird es definitiv nicht. Da ich dort im Dorf einige Freunde (unter anderem meinen besten Freund) habe treffe ich mich auch so manchmal nur mit Freunden im Cafe oder so. Ich habe auch immer meinen PC und viele Filme dabei, die ich dann schauen kann. Außerdem habe ich mir einen Surfstick angeschafft, somit kann ich auch ab und zu ins Internet. Eine Österreichische Handynummer besitze ich auch. Wenn ich Ende Januar wieder runterfahre, werde ich mir eine Internetflat darauf laden, denn ich habe ein Internetfähiges Handy dabei, also warum sollte ich es dann nicht nutzen 😀

Was muss man tun um Skilehrer zu werden?
Naja, eigentlich nur nachfragen. In den größeren Skigebieten braucht man dazu wohl eine Ausbildung (in Österreich ist es der Anwärter) wie es in Deutschland heißt, weiß ich nicht. In den kleinen Skigebieten werden normalerweise immer Skilehrer gesucht. Diese nehmen oft auch ohne Ausbildung. Man bekommt zwar weniger Geld, aber man kommt zurecht! Man verdient als Skilehrer nicht grade ne Menge, das sollte einem Bewusst sein. Aber wenn man die Berge liebt, eine Unterkunft  und Skipass gestellt bekommt, sollte das einem wenig ausmachen. Denn man macht schließlich nicht jeden Tag Apres Ski 😉

Schilehrerin (1)

In meiner Schischule sind es hauptsächlich Einheimische und Holländer, die als Schilehrer da sind. Ich bin als einzige Deutsche da und sonst haben wir noch 2 Dänen dabei. Eine bunt gemischte Truppe also (:

Ich hoffe ihr könnt euch jetzt ein kleines Bild von meinem Leben als Skilehrerin machen (:

Wie fandet ihr diesen Beitrag? wollt ihr mehr davon?

Allerliebste Grüßchen
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13 Kommentare

  1. Man spürt deine Leidenschaft dafür, irgendwie 🙂 Ich schliesse mich an: toller Post 🙂 hehe… und schöne Bilder! Das letzte ist ja süüüssss hihihihi
    P.S. Das hast du in diesem Fall super gemacht, in Amerika das Richtige gekauft 😉 hehe.. Vielen Dank für den netten Kommentar 🙂

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